Änderungen im Layout, bessere und größere Elkos, RC-Snubber und Suppressor-Dioden, so könnte man kurz die Verbesserungen an den Endstufen zusammenfassen. Motorströme bis 50A haben sie jetzt klaglos weggesteckt, die Erwärmung hält sich in Grenzen. Selbst die Fahrten im Rasen, Steigungen und Hindernisse konnten die H-Brücken nicht aus der Ruhe bringen. Als neuer Schwachpunkt hat sich jetzt die Mechanik herausgestellt, Getriebe und Radbefestigungen müssen jetzt einiges wegstecken.
Die Ausfälle von H-Brücken vom zzaag und Elektor Wheelie 1 können auf Überspannungspeaks zurückgeführt werden. Die MOSFETs haben nur eine Sperrspannung von 55V, welche bei 24V Betriebsspannung durchaus erreicht werden können. Die Peaks entstehen an den Flanken der PWM durch Induktivitäten des Motors und parasitäre Induktivitäten durch die Leitungen und Leiterbahnen. Schlechte oder zu kleine Kondensatoren begünstigen diese Peaks. Die Suppressor-Dioden könnten diese Peaks zwar alleine begrenzen, die Energie würde aber als Wärme verschwendet. Deshalb ist der bessere Weg, die Induktivitäten klein zu halten, große und gute Elkos so nahe wie möglich an die Endstufen zu setzen und zusätzlich RC-Snubber einzusetzen. Sollte trotzdem was übrigbleiben, sind ja die Dioden da.
Die Motorendstufen sind sog. H-Brücken, die mit einer ca. 19,4 kHz PWM und einem Signal für die Drehrichtung angesteuert werden. Das Platinenlayout muß sorgfältig geplant sein, denn es fließen hohe Ausgleichsströme, die die Regelung stören und auch die MOSFETs zerstören können.